Personenzentrierte Gesprächsführung

Praxis Curriculum HP Psychotherapie (1 Jahr)

„Heilung durch das Wort“

Personenzentrierte Gesprächsführung und Kommunikation als Grundlage psychotherapeutischer Arbeit

In allen Formen therapeutischer und pädagogischer Arbeit ist eine gelingende Kommunikation die Basis für Veränderung, Entwicklung und Heilung. Mit gelingender Kommunikation ist hier die verbale und nonverbale Beziehungsgestaltung zwischen Therapeut und Klient bzw. Patient gemeint, die durch Vertrauen und Wertschätzung gekennzeichnet ist.

Erst auf dieser Basis lassen sich therapeutische Strategien und Techniken wirksam anwenden. Es liegt deshalb in der Verantwortung eines „Helfers“, sich diesem Wissen zu öffnen und sich entsprechend fortzubilden um den berechtigten Hoffnungen und Erwartungen des Patienten kompetent begegnen zu können.

 

Anforderungen:

  • Interesse und Motivation, sich mit Psychologie, Kommunikation und professioneller Beziehungsgestaltung zu beschäftigen
  • Bereitschaft zu intensivem Lernen durch Selbsterfahrung
  • Bereitschaft zu theoretischer Reflexion und Literaturstudium.
  • Möglichkeiten zur Übung und Umsetzung im Alltag / Beruf.

Ziele der Fortbildung:

  • Erwerb kommunikationstheoretischer Grundlagen
  • Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung
  • Erarbeitung von professionellen Grundkompetenzen zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung: Empathie – Kongruenz – Akzeptanz
  • Einführung in die klientenzentrierte Gesprächsführung mit nicht – direktiver Therapeutenhaltung
  • Einführung in Grundprinzipien der systemischen Psychotherapie
  • Erlernen von wirksamen systemischen Fragetechniken
  • Einführung in verschiedene psychotherapeutische Techniken und Vorgehensweisen bei spezifischen Störungen

Methodik:

Ein offen-flexibler Umgang mit folgenden Vorgehensweisen und Inhalten:

  • Blitzlichtrunden zu Beginn der Seminare
  • Theoretischen Impulsreferaten
  • Gruppenselbsterfahrung mit meditativen Einheiten und Blitzlichtrunden
  • Körperorientierte Methoden zur Entspannung und Auflockerung
  • Gesprächssequenzen  des  Fortbildungsleiters mit anschl. Reflexion
  • Übungssequenzen in Dyaden und Dreiergruppen
  • Übungssequenzen in der Großgruppe

 


Unterrichtsinhalte

1. WE: Grundlagenseminar – Watzlawick und die Palo-Alto-Schule

  • Kennenlernen in Kleingruppe und Großgruppe
  • Rollenspiel zu einem Praxisbeispiel – Alltagskommunikation
  • Gruppenregeln anhand des TZI Modells von Ruth Cohn
  • Mind-Map zum Thema professionelle Kommunikation
  • Pathogenese vs. Salutogeneseprinzipien mit Reflexion im Gespräch
  • Rollenspiele zum Thema in Kleingruppen oder Großgruppe

2. WE: Präsenz – Achtsamkeit – Mitgefühl und Spiegelneurone

  • Atemmeditation
  • Übungseinheiten zum Thema Präsent-Sein und aktives Zuhören
  • Selbstreflexion zum Thema achtsame Kommunikation
  • Übung in Paaren zur Achtsamkeit und Unterbrechung von Rapport
  • Theoretischer Input zu den Kommunikationsregeln der Palo-Alto-Schule
  • Rollenspiele zum Thema konstruktives Feedback geben
  • Das 4-Ohrige Modell von Schulz von Thun mit Übungseinheiten
  • Übung in der Gruppe zum Thema Feedback und konstruktive Kritik

3. WE: Professionelle Beziehungsgestaltung und Psychotherapie

  • Meditation / Relaxation-Response-Technik
  • Theoretischer Input zur Professionellen Beziehungsgestaltung in der Therapie
  • Übungen zum Thema Rapport in Dyaden und Kleingruppen
  • Pacing und Leading Prinzipien mit Übungseinheiten
  • Selbsterfahrung der subjektiven Kommunikationsstile mit Reflexion
  • Input und Reflexion zur Bedürfnishierarchie nach Abraham Maslow
  • Selbsterfahrungseinheit zum Thema Konstruktion der Identität des Therapeuten

 4. WE: Karl Rogers und die humanistische Wende

  • Focusing-Übung
  • Theoretischer Input zum humanistischen Konzept von Carl Rogers
  • Brainstorming zum Thema Emotionen und Empathie
  • Partnerübungen zu den Haltungen der Echtheit – Empathie und Akzeptanz
  • Gruppenübung zum Thema Spiegeln, Paraphrasieren und Pendeln
  • Reflexion zu den Gefahren der GT – den „Pleiten, Pech und Pannen“-Erfahrungen
  • Übungen zu den Bewertungsebenen mit Selbst- und Fremdreflexion

5. WE: Karl Rogers und die Entwicklung des Selbst

  • Meditation / Body-Scan
  • Eingangsblitzlicht mit Erwartungen und Bedürfnissen
  • Paardialog zu den Salutogenetischen Gesundheitserregern
  • Theoretischer Input zu den Entwicklungsstufen des Personenzentrierten Ansatzes
  • Gespräch des Dozenten nach den Prinzipien von Rogers mit Reflexion
  • Übung: Pro-Kontra Gruppendiskussion
  • Reflexion der unterschiedlichen Auftragskontexte der therapeutischen Arbeit
  • Der bewusstmachende Dialog – Crossing-the-Bridge-Übung
  • Prinzipien zur Vorbereitung eines Gesprächs
  • Übung zum Thema Ressourcenaktivierung durch Fragetechnik

 6. WE: Fragetechniken der systemischen Therapie

  • Blitzlicht mit Wahrnehmungsübung zur Entspannung
  • Theoretischer Input zum Thema Fragetechnik
  • Übung zum Ressourcenausweis in der Dyade
  • Übung: Sich stark fühlen – innere Stärke und Zentrierung
  • Prinzipien der Zielorientierung / Problemrahmen vs. Zielrahmen
  • Übung zur positiven Zielbestimmung – Kriterien wohlgeformter Ziele
  • Die Konstruktiven W-Fragen und Prinzipien der Fragetechniken
  • Unterschiedsfragen – Lösungsorientierung – Ausnahmefragen – Verhaltensfragen
  • Übungen in Dyaden und Kleingruppen

 7. WE: Kurzzeittherapie – Ziele und Lösungen

  • Blitzlicht
  • Theoretischer Input zum Konzept der Autopoiesis und Kurzzeittherapie
  • Systemische Auftragsklärung – Beispiel und Übungen in Dyaden
  • Die Lösungsfokussierte Haltung mit Konkretisierungsfragen
  • Die Wunderfrage nach S. de Shazer und Beispielhaftes Gespräch
  • Prinzipien der Konstruktion von Interventionen in der Therapie
  • Übungen in Dyaden zur Technik der Wunderfrage in der Kurzzeittherapie
  • Zirkuläre Fragetechnik der systemischen Therapie
  • Übungen in Dyaden und der Gruppe
  • Gruppentrance zur Verankerung der Ressourcenorientierung

 8. WE: Präsentation der Kompetenzen und Weiterbildung

  • Persönliches Spiegeln / Übung in der Gruppe
  • Systemische Interviewfragen – Übung in Dyaden
  • Gespräch in Dyaden und in der Gruppe zum Thema Macht und Missbrauch
  • Rundendialog zum Thema therapeutische Identität
  • Gelernte Kompetenzen – Beispielhafte Gespräche mit Feedback der Gruppe
  • Grundprinzipien der phänomenologischen Arbeit nach Hellinger
  • Beispiel einer Aufstellungsarbeit – Familienaufstellung
  • Reflexion der Fortbildung in der Gruppe mit Anregungen zum Weiterlernen
  • Abschlusstrance zur Verankerung der Lerninhalte

 

Dozententeam:

Geha. H. Haas 

Heilpraktiker und systemischer Psychotherapeut (HPG). Ausgebildet u.a. in systemische Paartherapie, Hypnotherapie, NLP, und körperorientierte Psychotherapie. Arbeitet seit 14 Jahren selbstständig, als Heilpraktiker für Psychotherapie und in der Erwachsenbildung als Dozent und Seminarleiter im Gesundheitswesen. www.geha-haas.de

 

 

 

Anja Oechsler-Blattmann M.A.

Heilpraktikerin für Psychotherapie seit 2016, Pädagogin, Systemische Beraterin (i. A.), Entspannungstherapeutin, Lern- und Studienbegleitung Biographiearbeit/ Kreatives Schreiben. In eigener Praxis in der Freiburger Wiehre. www.praxis-oechsler-blattmann.de

 

 

 

Termine:

Sa. 09. & So. 10.11.19 Watzlawick und die Palo-Alto-Schule Geha H. Haas
Sa. 30.11. & So. 01.12.19 Präsenz – Achtsamkeit – Mitgefühl Geha H. Haas
Sa. 18. & So. 19.01.20 Professionelle Beziehungsgestaltung Geha H. Haas
Sa. 15. & So. 16. 02.20 Karl Rogers und die humanistische Wende Geha H. Haas
Sa. 28. & So. 29.03.20 Karl Rogers und die Entwicklung des Selbst Geha H. Haas
Sa. 25. & So. 26.04.20 Fragetechniken der systemischen Therapie Anja Oechsler-Blattmann
Sa. 13. & So. 14.06.20 Kurzzeittherapie – Ziele und Lösungen Geha H. Haas
Sa. 25. & So. 26.07.20 Kompetenzen – Feedback –  Weiterbildung Geha H. Haas

 

8 x samstags und sonntags von 9 bis 17.30 Uhr

 

Kosten:

12 Monatsraten à 175,- Euro ab November 2019

oder 2.040,- Euro bei einmaliger Gesamtzahlung

zzgl. € 120,- einmalige Einschreibegebühr

 

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Die Freie Heilpraktikerschule Freiburg ist als Weiterbildungsinstitut vom Bundesministerium für Bildung und Forschung anerkannt und berechtigt, Bildungsprämien einzulösen. Kurse können mithilfe der Bildungsprämie mit bis zu 50% (max. € 500,-) gefördert werden.

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Dieser Kurs wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg zur beruflichen Anpassungsfortbildung aus ESF-Mitteln bezuschusst. Wenn Sie zuschussberechtigt sind, erhalten Sie 30%, 50% oder 70% Ermäßigung auf die Kursgebühr.

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