Steuerrecht / Kindergeld

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»Steuerrecht

Aktuelle Entscheidung

Absetzbarkeit von Ausbildungskosten

Die Höhe der Abzugsfähigkeit von Ausbildungskosten hängt entscheidend davon ab, ob es sich um eine erstmalige Berufsausbildung, oder um eine Weiterbildung oder Umschulung handelt.

Handelt es sich um eine Erstausbildung, sind die Kosten der privaten Lebensführung zuzurechnen (§12 Nr. 5 EStG). Falls der Steuerpflichtige aber hinreichende positive Einkünfte hat, sind Kosten bis zu einer Höhe von 4000,- € als Sonderausgaben abziehbar.

Wenn der Steuerpflichtige aber schon eine abgeschlossene Berufsausbildung (oder Studium) hinter sich gebracht hat, gilt folgendes:

Fortbildungen in einem bereits erlernten Beruf sind als Werbungskosten absetzbar. Aber auch Umschulungsmaßnahmen, die einen Berufswechsel vorbereiten, sind als Werbungskosten abziehbar. Wichtig ist, dass das Erlernte in einem hinreichend konkreten, objektiv feststellbaren Zusammenhang mit der angestrebten Tätigkeit steht.

(Urteil BFH 18.6.2009, §12 Nr. 5 EStG Stand 1.1.2004)
 
 
 

»Kindergeld

Für ein über 18 Jahre altes Kind kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld weiter gezahlt werden, solange es für einen Beruf ausgebildet wird. Darunter ist die Ausbildung für einen zukünftigen Beruf zu verstehen. Die Ausbildungsmaßnahmen müssen auf ein bestimmtes Berufsziel ausgerichtet sein und notwendige, nützliche oder förderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Ausübung des angestrebten Berufs vermitteln. Zur Ausbildung für einen Beruf gehören den Besuch allgemeinbildender Schulen, die betriebliche Ausbildung, eine weiterführende Ausbildung sowie die Ausbildung für einen weiteren Beruf.

Bei einer Ausbildungs- bzw. Unterrichtszeit von 10 Wochenstunden gehen die Behörden von einer ernsthaft angestrebten Ausbildung aus. Liegen die Wochenstunden darunter, muss nachgewiesen werden, dass ein entsprechender Zeitaufwand durch die Vor- und Nachbereitung des Unterrichtsstoffs entsteht oder zusätzliche ausbildungsfördernde Aktivitäten (z. B. praktische Übungen, Versuche etc.) durchgeführt werden.

Die Einkommensgrenze beim Kindergeld ist mittlerweile vollständig entfallen. Dafür wurden beim Kindergeld für Auszubildende in der zweiten oder einer weiteren Ausbildung andere Kriterien eingeführt. In den Dienstanweisungen der Familienkassen ist von „schädlichen Einkünften“ die Rede. Als schädlich gilt eine Erwerbstätigkeit bei der mehr als 20 Stunden pro Woche gearbeitet werden.

Weiterführende Informationen:

www.kindergeld.org oder Merkblatt Kindergeld / Bundesagentur für Arbeitdownload als .PDF

 

Die Bildungsprämie

 

Förderung durch das Bundesprogramm Bildungsprämie

Die Bildungsprämie des Bundes erleichtert die Finanzierung einer individuellen berufsbezogenen Weiterbildung. Sie umfasst den Prämiengutschein und den Spargutschein:

Mit dem Prämiengutschein übernimmt der Staat die Hälfte der Veranstaltungsgebühren, höchstens 500 Euro. Weiterbildungsinteressierte zahlen daher nur einen Teil der Kosten.

Die Bildungsprämie kann jährlich beantragt werden.

Um einen Prämiengutschein zu beantragen, müssen Sie

  • mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sein oder sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden und
  • über ein zu versteuerndes Einkommen von maximal 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro) verfügen.

Den Spargutschein können Sie nutzen, wenn Sie über ein gefördertes Ansparguthaben nach Vermögensbildungsgesetz verfügen. Er ermöglicht die vorzeitige Entnahme angesparten Guthabens, ohne dass dadurch die Arbeitnehmersparzulage verloren geht.

Was wird durch die Bildungsprämie gefördert?

Die Bildungsprämie fördert grundsätzlich Weiterbildungsmaßnahmen, die für die Ausübung der aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit relevant sind und wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln bzw. Kompetenzen erweitern.

Kommt die Bildungsprämie auch für Sie in Frage? Einen ersten Überblick bietet Ihnen der Vorab‑Check!

Holen Sie sich einen Prämiengutschein in einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe

Voraussetzung für den Erhalt eines Prämien- oder Spargutscheins ist immer ein persönliches Beratungsgespräch. Das Beratungsgespräch ist für Sie kostenfrei.

Finden Sie die nächste Beratungsstelle unter: www.bildungspraemie.info/beratungsstellen.

Für das Beratungsgespräch benötigen Sie

  • einen gültigen Personalausweis oder einen anderen amtlichen Lichtbildausweis (z. B. Reisepass, Führerschein),
  • einen Beschäftigungsnachweis (z. B. Gehaltsabrechnungen - bei Selbständigen z. B. Jahresabschlüsse, Steuerbescheid) und
  • einen Einkommensteuerbescheid für das letzte oder vorletzte Kalenderjahr.

Lösen Sie den Prämiengutschein bei uns ein

Mit dem Prämiengutschein können Sie sich bei uns anmelden. Sie zahlen nur einen Teil der Kosten. Wir kümmern uns um den Rest.

Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Weitere Informationen und Kontakt:

www.bildungspraemie.info

www.facebook.com/bildungspraemie

Kostenfreie Hotline: 0800 -26 23 000

E-Mail: bildungspraemie@buergerservice.bund.de

 

Begabtenförderung

Weiterbildungsstipendium

Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge Menschen bei der weiteren beruflichen Qualifizierung.

Mehr Informationen gibt es unter:

http://www.sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium.html




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